Das Goetheanum

In unmittelbarer Nähe zum Pfadiheim erhebt sich auf dem Dornacher Hügel das
Goetheanum, Zentrum eines weltweit tätigen Netzwerks spirituell engagierter
Menschen. Das Goetheanum ist Sitz der Freien Hochschule für
Geisteswissenschaft und der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.

Das erste Goetheanum, ein gewaltiger Holzbau mit zwei Kuppeln wurde 1920
eröffnet und an Silvester 1922/23 durch Brand zerstört. 1924 legte Rudolf
Steiner das Modell für das zweite, heutige Goetheanum vor. Es wurde 1925 bis
1928 in Eisenbeton ausgeführt und war der erste monumentale Bau, der in
diesem Material in plastisch gestalteten Formen errichtet wurde.
Kern des Goetheanum bildet der grosse Saal mit Bühne und den grossen
Treppenaufgängen. Mit Tausend Sitzplätzen ist es nach dem Stadttheater
Basel der grösste Saal in der Region. Enthalten sind die dazugehörenden Künstlergarderoben,
Probebühnen und Übungssäle, Bühnentechnik, Bühnenschneiderei und
Kulissenlager. Des weiteren beinhaltet der imposante Bau Tagungs-,
Konferenz- und Arbeitsräume; Buchhandlung, Bibliothek und Archiv;
Sekretariate; Verwaltungs- und Tagungsbüros; Empfang, Information und
Cafeteria.

In einer weitläufigen Parkanlage um das Haus auf dem Hügel liegen andere
Häuser. Sektionsgebäude, Ateliers, Forschungslabore und eine Sternwarte;
Ausbildungsstätten und Studentenwohnheim; Gärtnerei, Werkstätten und
Baubüros; Wohnhäuser, Gästehäuser und am Fuss des Hügels das Speisehaus.
Über 300 Menschen arbeiten auf dem Campus. Tausende besuchen das Goetheanum
jedes Jahr. Das Goetheanum gleicht einer grossen Skulptur, einem Lebewesen.
Es ist ein Haus der Kultur und Begegnung mit diversen Veranstaltungen – von
Vorträgen, Fachkolloquien und Ausstellungen über Schauspiel- und
Eurythmieaufführungen bis zu großen internationalen Kongressen.